Weitere Informationen zur Enzymschwäche

1.

Betrifft die Enzymschwäche insbesondere die mangelhafte Verdauung der Kohlehydrate (Brot, Gemüse, Rohkost etc.), so kommt es zum Eintritt in den Gärungsstoffwechsel. Können die längerkettigen Kohlehydrate nämlich nicht durch Enzyme aufgespalten werden, so gelangen sie in tiefere Schichten des Darms, wo sie nicht hinein gehören und durch die lange Verweildauer im Darm treten diese Kohlehydrate dann in die alkoholische Gärung über. Hierbei entstehen hochgiftige Fuselalkohole, wie Äthylalkohole, Methylalkohole u. ä. Diese Alkohole werden vom Körper resorbiert und gelangen zur Leber, wo sie entgiftet werden.

Allerdings sind diese Fuselalkohole hochgradig giftig und führen sehr schnell zu Leberschädigungen. Viele Leberschäden entstehen weniger durch den Genuß von trinkbarem Alkohol (Bier, Wein etc.), sondern durch die Fuselalkohole des Darms. Die Toxizität dieser Fuselalkohole gegenüber den normalen Alkoholen ist mit dem Faktor 20 anzusetzen, d. h. ein Schnapsglas voll Fuselalkohole ist für die Leber genauso schädlich, wie 20 Schnapsgläser von einem guten, sauberen Doppelkorn. Die Symptome einer chronischen Gärungsbelastung sind Neigung zu blasser Haut, gelblichen Skleren der Augen, schlechte Gesichtsfarbe, allgemeine Schlappheit, Müdigkeit, Unlust, Leistungsschwäche, Konzentrationsschwäche.

Ein weiteres Problem ist, daß bei einer vorrangigen Gärung im Darm sich auch die bakterielle Besiedelung des Darms dahingehend ändert, daß sich insbesondere eine Bakterienflora breit macht, die dieses Gärungsmillieu liebt. Dadurch wird das Problem im Darm manifestiert.

2.

Betrifft die Enzymschwäche insbesondere die tierischen Eiweiße, werden die tierischen Eiweiße nur mangelhaft verdaut. Sie gelangen dadurch auch in die tiefen Schichten des Darms hinein, wo sie nicht hingehören, und durch die lange Verweildauer kommt es zu Fäulnisprozessen. Diese Fäulnisprozesse sind ebenfalls für den Organismus hoch giftig. Der Volksmund hat diese Fäulnisprozesse als “Leichengifte” bezeichnet. Auch diese Fäulnisprodukte werden vom Körper resorbiert und wirken sich insbesondere giftig für die Leber aus und wirken schädigend auf das Nervensystem.

Klassische Symptome einer Fäulnisdyspepsie sind wiederum Schwäche, Konzentrationsmangel, Vergeßlichkeit, allgemeines Unwohlsein und Unlust, aber auch neurologische Schmerzen, Kopfschmerzen, Migräne, rheumatische Erkrankungen, Depressionen jeglicher Art, Hauterscheinungen wie Akne, Abszesse etc., aber auch chronische Nierenerkrankungen.

Auch bei einer Fäulnisdyspepsie breitet sich eine Bakterienflora aus, die die Fäulnis liebt, wodurch das Problem ebenfalls manifestiert wird. Durch die bioenergetische Testung kann ein erfahrener Therapeut sehr schnell feststellen, ob im Darm ein Fäulnis- oder Gärungsproblem vorherrscht und mit den entsprechenden diätetischen Hinweisen Gegenmaßnahmen ergreifen. Auch hierbei ist eine entsprechende Darmsanierung notwendig.

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