Weitere Informationen zum Darm
1. Die Aufspaltung der Nahrungsmittel
erfolgt durch gutes Kauen und dann im wesentlichen durch die sog. Verdauungsenzyme, die von der Bauchspeicheldrüse, der Magenschleimhaut und der Dünndarmschleimhaut abgegeben werden. Hierbei gilt es, durch einen entsprechend ausgebildeten Therapeuten abzuklären, inwieweit Funktionsstörungen an der Bauchspeicheldrüse, an der Magenschleimhaut und der Dünndarmschleimhaut vorliegen. Die optimale Tätigkeit dieser Enzyme (Enzyme sind in den Verdauungssäften enthalten und zerkleinern die Nahrungsmittel in Einzelbestandteile, so daß sie dann von der Schleimhaut aufgenommen werden können und so dem Körper zur Verfügung stehen) ist jedoch an eine reizfreie Darmsituation gekoppelt (hier stören insbesondere nahrungsmittelallergische Belastungen), an eine ständige Stimulierung der Produktion der Verdauungssäfte (diese wird insbesondere durch Fast Food, Junk Food und denaturierte Nahrungsmittel eingeschränkt) und auch die in den Darm hineingehörenden Bakterien spielen bei der optimalen Ausnutzung des Speisebreies eine entscheidende Rolle.
2. Die bakterielle Besiedelung
mit einer eubakterischen (eubakterische Darmflora: die normale, gesunde, physiologische Bakterienflora im Darm) Besiedelung im Darm führt zu einer ständigen Stimulation unseres Immunsystems. Finden wir im Darm fehlerhafte Bakterien (sog. Dysbakterie), kommt es zu einer Reduktion der Immunstimulation bei gleichzeitigem Reizzustand im Darm. Dies wiederum führt zu einer Einschränkung der Enzymtätigkeit, zu einer Millieuveränderung im Darm, insbesondere auch des pH-Wertes und zu einer Reduktion der Fähigkeit, den Speisebrei optimal zu zerkleinern. Im Ergebnis führt dies zu einer Einschränkung der immunologischen Ausgangsleistung. Die Folge davon ist eine erhöhte Anfälligkeit gegenüber Infekten und eine generelle Abnahme der Fähigkeit, mit toxischen Substanzen (z. B. Umweltgiften) umzugehen. Es kommt zu einer mangelhaften Ausleitung von toxischen Substanzen und somit zu Verschlackungen im Körper, zu Toxinansammlungen im Gewebe, die wiederum die gesamte vitale Energie wie in einem Teufelskreis negativ beeinflußt.
Auch ist in der Medizin heute allgemein bekannt, daß sich ein waches Immunsystem positiv auf unsere psychische Gesamtsituation auswirkt. So sind Unruhe, Verstimmungen, Depressionen, Unlust häufig nichts anderes als Folge einer schweren Dysbakterie der Darmflora.
3. Der Darm ist unser größtes Entgiftungsorgan!
Die Fähigkeit, Gifte aus dem Körper in den Darm und dann letztendlich durch den Stuhl auszuscheiden, ist allerdings an den Wachheitszustand des Immunsystems s. b) und an den Austausch toxischer Substanzen mit der normalen physiologischen Bakterienflora gekoppelt. Finden wir eine schwere Dysregulation im Darm, haben wir immer eine gravierende Einschränkung der Entgiftungsfunktionen über den Darm. Die Folge davon ist zunächst einmal eine Mehrbelastung der übrigen Toxinausleitungsorgane Leber, Galle, Niere, Blase und der Haut. Viele akute Erscheinungen z.B. Akne, Mitesser, Hautschuppungen, aber auch die Entwicklung chronischer überlasteter Nierenerkrankungen (z.B. nephrotisches Syndrom) sind im Grunde genommen auf eine mangelnde Entgiftung über den Darm zurückzuführen.
Somit ist die Feststellung der Darmsituation über einen entsprechend ausgebildeten Therapeuten ebenfalls eine zentrale Aufgabe in der Diagnostik. Die einzuleitende Darmsanierung erfolgt dann über entsprechende Darmsymbionten.
Diese Darmsanierung ist vom Patienten konsequent durchzuführen, um somit eine Entgiftungstherapie und damit eine Immunstimulanztherapie überhaupt erst möglich zu machen.
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